«Die sauberste Energie kommt von der Sonne. Heute und in der Zukunft.»

Roland Hofmann, TRITEC Schweiz, Aarberg

«Einheimische erneuerbare Energien sind CO2-neutral und der konventionellen Energie aus Öl, Gas oder Uran überlegen.»

Josef Jenni, Jenni Energietechnik AG, Oberburg bei Burgdorf

«Meine Solardächer produzieren Strom für 200 Haushaltungen - sauber und unabhängig.»

Walter E. Bettschen, Sägewerk Bettschen AG, Reichenbach

Wirtschaftsallianz fordert «integrale Wärme- und Kältestrategie»

"Es braucht mehr als ein neues CO2-Gesetz", betonte Batzli gegenüber energate. Was der Schweiz fehle, sei eine integrale Wärme- und Kältestrategie. Ziel der Initiative sei es daher diese Strategie zu entwickeln. Wie Batzli weiter ausführte, wird sich die Initiative dabei an Praxiserfahrungen aus der Schweiz aber auch an bestehenden europäischen Konzepten orientieren. Batzli verwies dabei darauf, dass Länder wie Dänemark oder Österreich beim Thema erneuerbare Wärme weit voraus seien. "Bis Ende Jahr verfügen wir über ein konkretes Programm", kündigte der AEE-Geschäftsführer weiter an. Dieses werde ab 2019 in die Umsetzung gehen.
 
An Gebäudeprogramm festhalten
Auf das Thema Totalrevision des CO2-Gesetzes angesprochen, unterstrich Batzli, dass die Initiative hinter dem bundesrätlichen Vorschlag stehe, die CO2-Abgabe auf Brennstoffe je nach Emissionsentwicklung bis auf 210 Franken pro Tonne zu erhöhen: "Lenkungsabgaben sind wissenschaftlich anerkannt und gelten rundum als wirksame Massnahme". Nicht einverstanden zeigte sich der AEE-Geschäftsführer indessen von der Idee, dass bis 2025 befristete Gebäudeprogramm durch CO2-Grenzwerte bei Alt- und Neubauten zu ersetzen. "Das Gebäudeprogramm hat sich in der Vergangenheit bewährt", sagte Batzli. Mit dem Ja zur Energiestrategie habe sich die Schweizer Bevölkerung auch für dieses Programm ausgesprochen, was es nun zu respektieren gelte. "Am Prinzip des Gebäudeprogramms sollte festgehalten werden", so sein Fazit.
 
"Sensibilisierte Immobilienwelt"
"Die Wärme Initiative Schweiz fokussiert nicht einseitig nur die politischen Rahmenbedingungen", betonte Batzli weiter. "Die Mitglieder der in der Initiative organisierten Akteure sind überzeugt, dass die Technologien für einen CO2-neutralen Wärme- und Kältesektor längstens auf dem Markt verfügbar sind", begründete er. Neben Kostenwahrheit werde sich die Wärme Initiative Schweiz deshalb auch für eine "sensibilisierte Immobilienwelt" einsetzen. Er betonte dabei, dass die erneuerbaren Lösungen bei einer Vollkostenrechnung heute schon wirtschaftlicher seien als die fossilen Lösungen. "Allzu viele Anbieter und Kunden vertrauen aus Bequemlichkeit auf veraltete und überholte Lösungen", so Batzli dazu.

Laut Batzli liegt der Mehrwert der Wärme Initiative in "der Bündelung der Kräfte". Das Thema erneuerbare Wärme bekomme nun ein Gesicht und eine Stimme. Dies "in der Öffentlichkeit, aber vor allem auch im politischen Umfeld". Wie dem neuen Webauftritt der Initiative zu entnehmen ist, haben sich auch schon einige prominente Namen und Organisationen der Allianz angeschlossen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Branchenverbände Swissolar mit Nationalrat Roger Nordmann (SP), die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz mit Ständerat Beat Vonlanthen (CVP), Holzenergie Schweiz sowie Fernwärme- und Geothermie Schweiz. Unter den Universitäten sind zum Beispiel die ETH Zürich, die Hochschule Luzern sowie die Universitäten Basel und Genf vertreten. Auch die BKW und die AEK sind Mitglied.

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