«Die sauberste Energie kommt von der Sonne. Heute und in der Zukunft.»

Roland Hofmann, TRITEC Schweiz, Aarberg

«Einheimische erneuerbare Energien sind CO2-neutral und der konventionellen Energie aus Öl, Gas oder Uran überlegen.»

Josef Jenni, Jenni Energietechnik AG, Oberburg bei Burgdorf

Landwirtschaft

Berner Landwirtschaft setzt auf Erneuerbare Energien

Atomenergie und damit ein neues AKW Mühleberg schadet der Berner Landwirtschaft. Sie verbaut den Bäuerinnen und Bauern eine grosse Zukunftschance: Es sind die erneuerbaren Energien, die heute in grossen Schritten Marktanteile dazu gewinnen. Sonne, Wind, Holz und Biomasse sind die natürlichen Grundlagen für eine nachhaltige und vom Ausland unabhängige Energieversorgung. Von allen vier Ressourcen hat die Landwirtschaft grosse Mengen zu bieten. Der Landwirt von heute wird unter anderem zum Energiewirt von morgen. Damit leistet die Landwirtschaft als Pfleger der Landschaft einen neuen, sinnvollen Beitrag für die Gemeinschaft.

Es gibt kein Nebeneinander der beiden Technologien. Wer für weitere 80 Jahre auf Atomtechnologie setzen will, wird den erneuerbaren Energien den Wind aus den Segeln nehmen und damit der Landwirtschaft eine grosse Einkommenschance verbauen. Beispiele im Ausland zeigen, dass der Investitionsfranken eben nur einmal ausgegeben werden kann. Es kann volkswirtschaftlich nicht das Ziel sein, dass die Schweiz und damit auch der Kanton Bern weiterhin jährlich 80 Prozent der Energie aus zum Teil instabilen und wenig verlässlichen Staaten importiert und dafür 8-10 Milliarden Franken ausgibt. Und es umgekehrt verpasst, die eigenen, einheimischen Ressourcen aktiv zu nutzen. Die sinnvolle Alternative heisst erneuerbare Energien, weil sie hier vor Ort entwickelt, gefertigt, installiert und betrieben werden und weil damit die gesamte erzielte Wertschöpfung im Kanton Bern bleibt. Weniger Abhängigkeit vom Ausland und damit auch von Energieimporten wie Öl, Gas und Uran bedeutet mehr Versorgungssicherheit und grössere Selbständigkeit.

 

Wer heute an die Berner Landwirtschaft glaubt und ihr auch morgen eine Chance geben will, der ermöglicht ihr den Zugang zu neuem Einkommen. Holz, Mist und Dachflächen stehen bereit. Noch produzieren einzelne erneuerbare Energien zwar teurer als konventionelle Technologien. Die Entwicklung weist aber nur in eine Richtung: die erneuerbaren Energien werden immer günstiger. Die Atomkraft nicht. Dort steigen die Preise stetig an. Wer heute auf Atomstrom setzt, wird schon in wenigen Jahren teuren Strom beziehen müssen. Das kann sich die Landwirtschaft nicht leisten.

Restrisiko, Verstrahlung und grosse Mengen an hochgiftigen Abfällen kennen die erneuerbaren Energien nicht. Das sind die Probleme der Atomkraftwerke. Energietechnologien, die die natürliche Lebensgrundlage der Landwirtschaft derart bedrohen, können nicht die Lösung sein. Die Landwirtschaft tut gut daran, der Natur und Umwelt Sorge zu tragen. Atomenergie ist für jede Landwirtschaft ein nicht tragbares Risiko, weil sie die gesamte Lebensgrundlage zerstören kann.

Das «Komitees Berner Landwirtschaft für erneuerbare Energien und gegen Mühleberg II» ist deshalb der Meinung, dass die Zukunft der Berner Landwirtschaft in einer nachhaltigen Energieversorgung und in einem schonenden Umgang mit Natur und Umwelt liegt. Eine neues AKW Mühleberg wird deshalb als landwirtschafts- und umweltschädlich abgelehnt.

Komitee

Komitee Berner Landwirtschaft für erneuerbare Energien und gegen Mühleberg II
c/o Kathy Hänni, Biohof Heimenhus, 3038 Kirchlindach, Tel. 078 748 56 86, kathy.haenni@gigamail.ch

  • Albert Remund, Hinterkappeln
  • Andreas Grünig, Saanenmöser
  • Barbara Hofer, Renan
  • Barbara und Erich Zihlmann, Heiligenschwendi
  • Christian Haueter, Oberwil i. S.
  • Christina Spähauer / Thomas Hirsbrunner, Schelten
  • Emil von Allmen, Gimmelwald
  • Familie Baumgartner, Eggiwil
  • Familie Pünter, Seehof
  • Familie Schmid-Zwicky, Pres de Cortebert
  • Familie Wyss, Schelten
  • Familie Zuberbühler / von Allmen, Teufenthal
  • Hansruedi Roth, Schelten
  • Heinz Iseli, Einigen
  • Kathrin Schneider, Walkringen
  • Kathy Hänni, Kirchlindach
  • Kilian Baumann, Suberg
  • Kurt Graf, Mont-Soleil
  • Lorenz Kunz, Diemtigen
  • Maria und Kaspar Herrmann Salzmann, Möiswil
  • Mark Schlotterbeck, Homberg
  • Markus und Nicole Roos, Schelten
  • Michel Seiler, Trubschachen
  • Michelle Burger, La Ferriere
  • Mirco Ghezzi und Heidi Rey, Fankhaus
  • Peter Uhlmann, Schelten
  • Regina Furrer-Wyss, Burgistein
  • Regula Imperatori, Schelten
  • Res Bärtschi, Lützelflüh
  • Simon und Manjana Hofmann, Schelten
  • Tina und Werner Baettig, Oberfrittenbach
  • Ulrike Minker, Mont-Soleil
  • Urs Siegenthaler, Münsingen